Das imposante Hotel war ursprünglich ein privater Wohnsitz, der 1918 von chinesischen Kaufleuten erbaut wurde. Im letzten Jahrhundert wechselte es öfters seinen Besitzer und erfuhr etliche Funktionsänderungen. Zur Zeit der Großen Depression war das Hotel ein Rentnerheim bis zur japanischen Besetzung im Jahre 1942. Nach dem Krieg wurde es als Amtssitz des chinesischen Konsuls genutzt. Ab 1951 wurde es vom Präsidium der Republik Indonesien als ein 2-Sterne-Hotel geführt. 2004 avancierte es zu einem erstklassigen Boutique-Hotel, ohne sein kostbares Kulturerbe in Vergessenheit geraten zu lassen.
Die holländische Besetzung in Indonesien hat in vieler Hinsicht Spuren hinterlassen. Tausende von Kilometern von der Heimat entfernt, versuchten die holländischen Funktionäre, ein Stück Europa in ihr neues Land zu bringen. Europäische Ideen wurden mit den Interessen des Archipels kombiniert, wodurch sich eine komplexe eurasische Kultur entwickelte. Zudem entstand eine bedeutende eurasische Architektur. Ihre Spuren findet man in den historischen Gebäuden der gesamten Inselgruppe. Viele dieser bewundernswerten Gebäude sind noch sehr gut erhalten. Das Phoenix-Hotel in Yogyakarta ist eines davon.
Mythologie ist der Phönix ein heiliger Feuervogel, der einen schönen goldenen Schwanz und ein rotes Federkleid besitzt und ein Alter von tausend Jahren erreicht. Am Ende seines Lebens baut sich der Phönix ein Nest, in dem er verbrennt. Nach Erlöschen der Flammen entsteht aus der Asche ein Ei, aus dem ein neuer Phönix schlüpft, der wieder ein Jahrtausend lang lebt. Durch seine Fähigkeit zur Regeneration wurde der Phönix zum Symbol der Ewigkeit. Der Nachfahre des letzten Eigentümers hat dem Hotel in der Hoffnung den Namen Phönix verliehen, dass es für immer unversehrt bleibt.
Der Geist des jahrhundertealten Gebäudes hallt in den Gästezimmern wider, die eine warme und angenehme Atmosphäre bieten. Die moderne Einrichtung der Zimmer sorgt für den Komfort einer zeitgenössischen Wohnung.